Im Folgenden drucken wir lediglich
den Text aus unserer Hauszeitung ab - ohne Bilder oder Diagramme. Die komplette Fassung
können Sie sich gerne herunterladen (sind im PDF Format abrufbar). Gerne senden wir
Ihnen aber auch eine gedruckte Version unseres "data M info-Forums zu. Heißübertragung mit 6
Freiheitsgraden!
Neues Konzept zur Übertragung von Wachsabziehbildern
Der industrielle Einsatz von Heißübertragungsmaschinen in der Dekoriertechnik ist
bis heute durch eine wesentliche Einschränkung gekennzeichnet: sowohl der zu dekorierende
Artikel als auch das Dekor müssen in Größe und Lage stets innerhalb vorgegebener
Toleranzen bleiben. Nur dann ist es überhaupt möglich, daß ein beheizter Silikontampon
das Dekor passgenau auf den Artikel übertragen kann.
Bis dahin können sich aber wie die Praxis zeigt bereits eine ganze Reihe
von Fehlern aufsummiert haben. Dazu zählen Ungenauigkeiten im Zuschnitt der Dekore
ebenso, wie Positionsungenauigkeiten beim Greifen der Dekore oder Lage- bzw.
Formabweichungen der zu dekorierenden Artikel. Auch wenn in vielen Fällen durch erhöhten
Aufwand, wie z.B. aufwendigen Zentriervorrichtungen oder absolut exakten Zuschnitten
Artikel und Dekor in eine reproduzierbare Lage gebracht werden kann, ändert das nichts an
der Tatsache, daß Porzellan nun mal nicht immer gleich ist. Abweichungen in Rundheit,
Durchmesser oder Ebenheit können ebensowenig kompensiert werden, wie der Einfluß der
Luftfeuchtigkeit auf die Abmessung des Trägerpapieres.
Die neuartige Heißübertragungsmaschine der data M Engineering kann mit diesen
Restriktionen umgehen.
Der Silikontampon wird durch einen Hexapod-Mechanismus, bestehend aus einer dreieckigen
Linearachsenkombination, bewegt. Das gibt ihm 6 Freiheitsgrade und kann sich damit frei im
Raum bewegen im Gegensatz zu den bekannten Maschinen. Die komplizierten
Bewegungsverhältnisse werden von einer Steuerung mit Pentium-Prozessor und Windows
Betriebssystem gehandhabt. Ein digitaler Antrieb für jedes der sechs Beine sorgt für
höchste Positioniergenauigkeit.
Durch den frei beweglichen Silikontampon ist keine exakte Ausrichtung mehr erforderlich.
Der Tampon kann durch entsprechende Bewegungen jeden möglichen Versatz oder Verdrehung
von Dekor oder Teller ausgleichen. Das bisher fehleranfällige Ausrichten entfällt.
Die Istlage von Artikel und Dekor wird von 3 integrierten Kameras erfaßt. Der Leitrechner
setzt dann die jeweiligen Positionen in die entsprechenden Bewegungen um, die das Dekor
passgenau auf den Artikel übertragen. Zwei Kameras messen (wie bei data Ms
Positioniertisch) die Lage des Dekors. Eine weitere, hochauflösende Kamera erfaßt die
Lage des Artikels. Liegt der Artikel nicht in bestimmten, vorgegebenen Toleranzen, läuft
er durch und kann in verschiedene, nachgeschaltete Stapel einsortiert werden.
Durch die integrierte Bildverarbeitung eröffnen sich mit dieser Anlage ganz neue
Anwendungsmöglichkeiten. Neben der Möglichkeit, beispielsweise Teller mit
Formabweichungen automatisch aussortieren zu können, lassen sich insbesondere
unsymmetrische Objekte oder elliptische, bzw. eckige Teller versatzfrei dekorieren. Diese,
bisher ausschließlich durch Handarbeit mit hohem Aufwand zu erledigenden Arbeiten lassen
sich mit dieser Technologie automatisieren.
Durch den relativ geringen Anteil bewegter Bauteile und Einsatz modernster
Softwaretechnologie anstelle aufwendiger Mechanik erreicht diese neuartige Anlage zur
Heißübertragung ein äußerst attraktives Preis/ Leistungsverhältnis.
data M Engineering wächst
Der Entwickler von technischen Lösungen in der Dekoriertechnik und
Bildverarbeitungssystemen expandiert.
Ende Juni zog das Unternehmen aus dem bisherigen Büro in Taufkirchen bei München in das
neu gebaute, dreigeschoßige Bürogebäude in der Gemeinde Valley Ortsteil
Oberlaindern. Valley liegt in Oberbayern, ca. 25 km südlich von München,
verkehrsgünstig an der Autobahn München-Salzburg, Ausfahrt Holzkirchen. In
Bürogemeinschaft mit der Schwesterfirma, der data M Software GmbH, und einer eigenen
Fertigungshalle haben die Techniker und Softwareentwickler um die beiden Geschäftsführer
Andreas Bachthaler und Albert Sedlmaier ausreichend Raum für Produktentwicklung und
Kundensupport.
Neben der Werkstatt stehen jetzt auch ausreichend Vorführräume für
Produktdemonstrationen und Schulungen zur Verfügung. Das erweiterungsfähige Gebäude
läßt auch noch Raum für zukünftiges Wachstum.
Seit seiner Gründung im Jahre 1991 hat sich das Unternehmen zwar nicht rasant aber doch
stetig weiterentwickelt und mit seinen Produkten einen festen Platz am Markt erobern
können. Eines der Arbeitsgebiete war und ist die Entwicklung von Apparaten und
Steuerungen unter Einsatz moderner Bildverarbeitungssysteme. Beispiele dafür sind
eine vollautomatisch arbeitende Meßmaschine für Drehteile (COPRA® Rollenscanner) oder
ein lasergestütztes Biegewinkelmeßsystem für Biegepressen. Diese Geräte finden
mittlerweile eine breite Anwendung in der Industrie und werden in der Regel an sogenannte
OEM Kunden oder was liegt näher von der data M Software GmbH an seine
"Blech"-Kunden vertrieben. Daneben werden aber auch ganz firmenspezifische Hard-
und Softwarelösungen als Dienstleistung im Kundenauftrag entwickelt.
Auf der Kundenliste der data M Engineering finden sich bereits namhafte Firmen aus dem
europäischen Maschinenbau.
Hauptarbeitsgebiet der data M Engineering GmbH ist aber seit jeher die Entwicklung von
Bildverarbeitungssystemen und Maschinen für die Dekoriertechnik in der keramischen
Industrie gewesen. Angefangen mit einer Maschine zum Schneiden von Buntdrucken, über
Apparate zum automatischen Ausrichten der zu übertragenden Dekore (Positionierautomat mit
integriertem Bildverarbeitungssystem) bis hin zur Entwicklung von kundenspezifischen
Lösungen (z.B. optische Qualitätsprüfung in der Produktion) arbeiten heute bereits eine
große Zahl von Porzellanherstellern in- und außerhalb Europas mit Geräten oder
Lösungen von data M Engineering.
Der Umzug in größere Räumlichkeiten und die Investition in moderne Fertigungsmaschinen
soll allen Kunden und Interessenten zeigen, daß man bei data M Willens ist, den bisher
eingeschlagenen und erfolgreichen Weg auch im neuen Jahrtausend fortzusetzen.
Bildverarbeitung bei der Tellerdekoration Aufrüstmöglichkeit für bestehende
Heißübertragungsanlagen
Ein lohnintensiver Bereich bei der Porzellanherstellung ist die Dekoration der
Weißware. Seit einigen Jahren werden Maschinen zur automatischen Dekorübertragung
angeboten, die in diesem Bereich große Rationalisierungseffekte erzielen können. Der
Prozeß dieser Heißübertragung setzt voraus, daß sowohl der zu dekorierende Artikel als
auch das Dekor innerhalb der vorgegebenen Toleranzen liegen und daß die Position der
beiden Teile zueinander stets gleich bleibt.
Genau hier beginnen die ersten Probleme und zwar in erster Linie bei der
Paßgenauigkeit der Dekore. Von der Entnahme aus dem Magazin, Auflegen auf eine
Vakuumplatte bis zur Übertragung durch einen beheizten Silikontampon auf den Artikel
haben sich eine ganze Reihe von Maßabweichungen summiert. Abhilfe schafft hier ein von
data M entwickeltes Buntdruckpositioniersystem, das die Position des Dekors mit Hilfe
zweier Videokameras erfaßt und den Lagefehler ausgleicht.
Für die Positionierung der Dekore kommt ein Positioniertisch in Tripod-Bauweise zum
Einsatz. Damit kann der Positioniertisch trotz kleiner Baumaße von nur 400x400x110 mm
(BxTxH) die gesamte Last des Tampons von bis zu 15kN in vertikaler Richtung aufnehmen. Der
Vakuumtisch kann direkt auf den Positioniertisch montiert werden der Tampon somit
das ausgerichtete Dekor ohne Zwischenschritt aufnehmen.
Um bestehende Heißübertragungsmaschinen leicht umrüsten zu können, stellt das
Buntdruckpositioniersystem eine SPS-Schnittstelle zur Verfügung, über die die einzelnen
Abläufe koordiniert werden. Technisch stellt das Positioniersystem eine eigene Maschine
dar, die über diese SPS-Schnittstelle herausfindet, ob ein gültiges Dekor aufliegt oder
der Zyklus beendet ist und der Positioniertsich wieder in Ausgangslage gefahren werden
kann. Umgekehrt muß die Heißübertragungsmaschine wissen, ob das Dekor abgeholt oder ein
neues Dekor aufgelegt werden darf.
Erweiterung für In-line Qualitätskontrolle verfügbar
Für das oben beschriebene System wird auch eine Erweiterung zum Messen der Artikel
angeboten. Damit können Rundheit und Maßgenauigkeit der Teller nachgeprüft werden kann.
Realisiert wird das durch den Einbau einer weiteren Kamera und entsprechender Software.
Es lassen sich damit Genauigkeiten von besser als ±0.1% des Meßbereichs erzielen. Die
Sortierung der Artikel kann ebenfalls über diese Anlage geschehen. Diese Technologie
eignet sich insbesondere zur Erweiterung von bereits bestehenden Anlagen.

Vielen Dank für Ihren Besuch! Wir
freuen uns über Ihre Fragen und Anregungen unter:
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