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Sonderausgabe Tube 2000 

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Erste kommerzielle Lösung zur Finite Elemente-Simulation des Walzprofilier-prozesses für Profile und Rohre

COPRA - Finite Element Simulation des Walzprofilierprozesses für Profile und Rohre

COPRA’s nicht-lineare Finite-Elemente-Simulation ist ein erster Schritt zur virtuellen Rohrschweißanlage.
Das Kaltwalzprofilieren gilt als hochproduktives Verfahren zum Herstellen von Leichtprofilen oder längsnahtgeschweißten Rohren. Um die volle Effizienz des Walzprofilierens zu nutzen, gilt es, bereits in der Profilkonstruktion Methoden und Verfahren anzuwenden, welche die Qualität der Konstruktion und damit auch die Qualität des Endproduktes entscheidend verbessern.


Die virtuelle Rollformanlage

"Mit der Fertigstellung des neuesten COPRA Softwaremodules ‚COPRA FEM-Walzprofilieren’ sind wir unserem Ziel, eine virtuelle Rollformanlage zu schaffen, einen wesentlichen Schritt weitergekommen" meint Stefan Freitag – Geschäftsführer und technischer Leiter der data M Software GmbH.

COPRA FEM- Walzprofilieren’ erweitert die bisherige Lösung COPRA FTM (Formänderungs Technologie Modul) um ganz wesentliche Inhalte. Der in COPRA FEM- Walzprofilieren enthaltene nicht-lineare Solver erlaubt insbesondere die Berücksichtigung der während der Umformung auftretenden Kräften und Reibungsverhältnisse ebenso wie die genaue Behandlung kritischer Einformzonen.

COPRA FEM- Walzprofilieren wird data M’s bisherige bewährte und weltweit führende Simulations- und Analysesoftware COPRA FTM nicht ersetzen, sondern vielmehr gezielt ergänzen. Nachdem, wie sich nunmehr nach umfangreichen Vergleichsrechnungen gezeigt hat, COPRA FTM recht zuverlässige Werte über den Dehnungsverlauf beim Walzprofilieren liefert (Längs- und Querdehnungen an der Materialober- und Unterseite), hat es sich geradezu angeboten, dieses bewährte Softwaretool als Pre-prozessor für die weitere Berechnung in COPRA FEM-Walzprofilieren einzusetzen. Damit ist auch sofort klar, wie der Ablauf in der Prozesskette aussieht:

Zuerst werden die einzelnen Umformschritte (Profilblume) mit Hilfe der COPRA Softwarewerkzeuge definiert und mittels des COPRA Formänderungs-Technologie-Moduls optimiert. Bei kritischen Querschnitten oder in Fällen höherer Genauigkeitsanforderungen kann COPRA FEM-Walzprofilieren diese Daten direkt übernehmen und weiterverarbeiten. Ein Großteil der für die Berechnung erforderlichen Randbedingungen ist damit bereits definiert – ohne daß der Anwender ein FEM Spezialist zu sein braucht.



Nutzen für Röhrenhersteller, Profilierer und Maschinenbauer

Da der nicht-lineare FEM Solver in COPRA FEM-Walzprofilieren ganz speziell für diesen Anwendungsfall von Spezialisten entwickelt worden ist, halten sich die Rechenzeiten in Grenzen. Das ist gerade für den praktischen Einsatz von Vorteil. Über Nacht lässt sich damit auf handelsüblichen Personalcomputern (der natürlich nicht zu knapp mit RAM-Speicher ausgestattet sein sollte) ein kompletter Rollensatz durchrechnen. Das macht diese Lösung für den praktischen Einsatz tauglich und eröffnet ganz neue Möglichkeiten sowohl für den Röhrenhersteller, für den eine spannungs- und dehnungsoptimierte Einformung gerade im Hinblick auf spätere Innenhochdruckumformung (IHU) von Bedeutung ist, als auch für den Profilhersteller, der mit COPRA FEM-Walzprofilieren eine noch viel genauere Aussage über die Machbarkeit eines Profiles treffen kann als bisher.

Auch der Maschinenhersteller wird davon profitieren, weil er mit COPRA FEM-Walzprofilieren eine viel genauere Maschinenauslegung durchführen kann, als es bisher möglich war.

Nachdem Rohre heute in vielen Fällen längst nicht mehr als Rohr zu erkennen sind, weil sie, mit Innenhochdruck umgeformt, das Gerüst so mancher modernen Karosserie bilden, wird die Simulationstechnik von Tag zu Tag auch in diesem Bereich wichtiger. Das Auto ist aber nur ein Beispiel von vielen in diesem sich rasch entwickelnden Wachstumsmarkt. data M zeigt deshalb auf der diesjährigen Tube 2000 ein neues Softwareprodukt, welches das längsnaht-geschweißte Rohr zum Halbzeug macht:
walzprofilierte und längsnahtgeschweißte Rohre als Vorprodukt zum Innenhochdruckumformen.


Simulation des Walzprofilierprozesses

Kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Produkte sind der Schlüssel für unseren Erfolg

COPRA FEM-Walzprofilieren ist de-facto bereits die vierte Generation von Berechnungs- und Simulationssoftware innerhalb der COPRA Programmfamilie.

Angefangen hatte es 1987 mit der schlichten Berechnung der theoretischen Länge der Bandkante ("Bandkantendehnung bzw. –spannung). Nachdem aber dieses (heute stellenweise in kommerzieller Software noch zu findende Berechnungsmodell) bereits bei einem einfachen U-Profil mit "Umschlag" versagt (siehe Bild), sind wir sehr bald zu unserem sogenannten Fadenmodell übergegangen.


1987: Berechnung der Bandkantenspannung

Bei Berechnung der sogenannten Bandkantenspannung wird lediglich ein unkritischer Bereich herangezogen, während die wirkliche "Kante" nicht in die Berechnung eingeht.

Berechnung der Bandkantenspannung

 

1989: COPRA Fadenmodell

Beim Fadenmodell ging es übrigens nicht um die schöne 3-dimensionale Darstellung des Umformablaufes, sondern vielmehr darum, auch die theoretischen Dehungswerte "innerhalb" des Profilquerschnittes zu berechnen.

COPRA Fadenmodell

Dieses Verfahren ist übrigens – neben einer ganzen Reihe anderer Funktionen - auch heute noch Bestandteil unseres Softwarepaketes "COPRA Abwicklungstechnologie" und bietet dem Anwender mit geringeren Anforderungen die Möglichkeit, seine Abwicklungsblumen sehr einfach aber effektiv zu gestalten.

Die einzelnen Profilquerschnitte in der Profilieranlage werden durch ein "Fadenmodell" dargestellt. Man kann sich das so vorstellen, als ob durch die einzelnen Querschnitte Gummifäden durchgefädelt werden. Wenn nun das ganze Modell gestreckt wird (wobei die einzelnen Längen den Gerüstabständen bzw. Einformlängen entsprechen), dehnen sich die einzelnen Gummifäden unterschiedlich. Die jeweiligen Längsdehnungen entsprechen dann den jeweiligen theoretischen Materialdehnungen.

Durch dieses Fadenmodell konnten die Ergebnisse gegenüber der reinen Bandkantenbetrachtung erheblich verbessert werden – die Berechnung basierte aber trotzdem weiterhin auf einem "Dreiecksansatz". Hierbei spielt es keine Rolle, ob die theoretischen Längen mit einem linearen Faktor gewichtet werden, um sogenannte "Bezier-Splines" zu definieren, wie es heute vielfach noch (fäschlicherweise) zu hören ist.

Dieser Begriff stammt vielmehr aus einem Forschungsprojekt, in dem praktische Profilierversuche an der TU Darmstadt rechnertechnisch ausgewertet werden sollten. Herr Dipl.-Ing. Sedlmaier (Mitbegründer der data M GmbH) hatte hier Ende der achtziger Jahre an der rechnerinternen Modellierung von Einformzonen in Profilierstraßen mitgearbeitet. Diese Methode erlaubte es, praktisch durchgeführte Profilierversuche auszuwerten, um daraus wertvolle Kennzahlen zu ermitteln.

Auf dieser Grundlage wurde im Hause data M die heute führende Software zur Berechnung von Längs- und Querdehnungen bei der Walzprofilierung entwickelt: COPRA Formänderungs-Technologie-Modul (FTM).


1994: COPRA Formänderungstechnologie

Beim COPRA Formänderungs-Technologie Modul werden Parameter wie Werkzeugdurchmesser und deren Lage, Blechdicke, Material, Profilform etc. berücksichtigt und daraus eine idealisierte Einformkurve berechnet. Erstmals war es hier auch möglich, die Werte für Ober- und Unterseite des Bandes getrennt zu bestimmen. Die in der Software implementierten Programme bestimmten die Dehnungswerte genauer als alle bisher bekannten kommerziellen Rollformprogramme.

COPRA Formänderungstechnologie

COPRA FTM hat sich sehr rasch am Markt durchgesetzt. Grund dafür waren die relativ guten Ergebnisse und die ausgesprochen kurzen Rechenzeiten, die im Minutenbereich liegen. Eine Reihe von Anwendern haben diese Methode den bis dahin stellenweise bereits eingesetzten Finite Elemente Berechnungen vorgezogen. Grund dafür waren und sind die ausgesprochen langen Rechenzeiten, die bei den heute am Markt befindlichen nicht-linearen FEM Systemen immer noch mehrere Tage betragen können.


COPRA FEM-Walzprofilieren

Außerdem wird ein in diesen Fragen ausgebildeter Anwender vorausgesetzt. Im Hause data M wurden und werden ebenfalls umfangreiche Berechnungen mit nicht-linearen Finite Elemente Programmen durchgeführt – mit dem gleichen Ergebnis wie bei den langen Rechenzeiten.

Trotzdem verlangt der Markt nach genaueren Ergebnissen – insbesondere Aussagen über den inneren Spannungszustand und das Formänderungsverhalten des Materials.

Ein rein geometrischer Ansatz, wie ihn die oben beschriebene COPRA FTM Software darstellt, ist nicht ausreichend, wenn man Aussagen über auftretende Kräfte- oder Reibungsverhältnisse treffen will.

Für Anwendungen wie beispielsweise das Innenhochdruckumformen ist es von großem Vorteil, den inneren Spannungszustand des Endquerschnittes zu kennen.

Aus diesem Grund hat man sich im Hause data M entschlossen, zusammen mit der auf diese Fälle spezialisierten Firma SHAPE ein eigenes Finite Elemente Modell zu schaffen, welches die bekannten Nachteile weitgehend eliminiert.

Dieses Ziel wurde mit COPRA FEM-Walzprofilieren nun weitgehend erreicht. Die bewährte Software Lösung COPRA FTM wird dabei insbesondere nicht ersetzt, sondern wurde zum Pre-Prozessor für die nachgeschaltete Finite Elemente Simulation erweitert. Das hat insbesondere den Vorteil, daß der Anwender seine vertraute und vor allem relativ einfache Umgebung nicht zu verlassen hat.

Das FEM Modell kann aufgrund der engen Verflechtung mit der COPRA Datenbasis vollautomatisch an genau den Stellen verfeinert werden, wo es für den jeweiligen Anwendungsfall notwendig ist. Das beschleunigt den Rechenvorgang und erleichtert die Anwendung.

Und: die gesamte Softwarelösung wird auch für den mittelständischen Betrieb erschwinglich.


Rollenwerkzeuge wirtschaftlich verwalten

Die COPRA Datenbank, welche alle produktrelevanten Informationen enthält, ist "Drehscheibe" zwischen den Gliedern der Prozesskette Kaltwalzprofilieren. Das vereinfacht in der Konstruktion die Suche nach ähnlichen Profilformen ebenso (Ähnlichkeitssuche über Fourieranalyse) wie die Verwaltung der Rollenwerkzeuge. Weil auf eine gemeinsame Datenbasis zugegriffen wird, verkürzen sich die Durchlaufzeiten und die Fehlerrate wird gesenkt.

Bestandteil dieser Prozesskette ist der COPRA Rollenscanner, eine berührungslos arbeitende Messmaschine für Drehteile. Die vollautomatisch arbeitende Anlage dient nicht nur zum Archivieren, sondern wird auch zur laufenden Qualitätskontrolle der eingesetzten Werkzeuge verwendet. Die in der Datenbank gespeicherten Soll-Geometrien werden mit den vom Scanner generierten Daten verglichen und in einem Qualitätsprotokoll ausgedruckt. Damit erhält der Anwender bei jedem Scanvorgang einen Nachweis der Maßhaltigkeit seiner Rollenwerkzeuge.

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie in einem Sonderdruck der Zeitschrift Maschinenmarkt, den wir Ihnen gerne zusenden.


COPRA Rollenscanner 200 für 99.800 DM.

Für einen Preis von unter 100 TDM bietet data M ab sofort einen Rollenscannertyp 200 an. Das Gerät basiert auf einem Steinbett, besitzt zwei gesteuerte Achsen (x und y) und ist für Rollen bis zu einem Durchmesser von 500 mm geeignet. Der COPRA Rollenscanner wird standardmäßig mit Netzwerk-Interface und COPRA-/ DXF Schnittstelle ausgeliefert.

COPRA Rollenscanner 200
COPRA Rollenscanner 500


Dienstleistungen von data M

Neben umfangreichen Softwareprogrammen bietet Ihnen die data M Software + Engineering auch umfangreiche Dienstleistungen, von denen Sie profitieren können:

  • Fundierte Schulungen zur effektiven Anwendung unserer CAD / CAM Programme für die Blechumformung
  • Workshops zur Vertiefung Ihrer Kenntnisse – gerne auch auf Ihre speziellen Anforderungen hin zugeschnitten.
    Zitat eines unserer Kunden: "Nach Teilnahme an Ihrem Workshop zur Simulation der Profileinformung konnten wir den Nutzen Ihrer COPRA Software erst richtig ausschöpfen. Die 4 Profile, die wir seitdem gemacht haben, liefen erstmals ohne nachträglich Korrektur der Werkzeuge."
  • Analyse Ihrer vorhandenen Rollenwerkzeuge durch unseren optischen COPRA Rollenscanner (den wir Ihnen auch gerne verkaufen). Der COPRA Rollenscanner ist mit einer Datenbankschnittstelle ausgerüstet. Die gescannten Rollen können in einer Datenbank abgelegt werden (wie übrigens die Profilquerschnitte auch). Wir bieten Ihnen automatisierte Softwarelösungen zur Qualitätskontrolle und Wiederholteilsuche.
  • Überarbeiten/ Optimieren Ihrer Rollenwerkzeuge
  • Rollenkonstruktionen – mit oder ohne Fertigung der Rollensätze
  • Entwicklungsdienstleistungen für Automatisierungsprobleme/ Bildverarbeitung

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